BGF: 6.600 m², 3. Preis
Vor dem Hintergrund der historischen Bedeutung der Lübecker Altstadt und der gründerzeitlichen Bebauung zwischen Wakenitz und Kanaltrave fügen sich die neuen Baukörper städtebaulich in die umgebende Bebauungsstruktur ein und bilden gleichzeitig einen Stadtbaustein von hohem Wiedererkennungs- und Identifikationswert. Die Cubatur reagiert auf die Blockbebauung östlich der Falkenstraße und bildet damit die bis heute vermissten Raumkanten zur Klughafenbrücke und zur Falkenstraße aus. Beide Bauteile gründen auf einem angehobenem Sockel, der sich in die vorhandene Geländekante einschiebt. Zwischen den beiden Gebäudeteilen lädt der Stadtbalkon mit seiner großzügigen Treppenanlage zum Erleben des Lübecker Altstadthügel ein.
Im Norden wird die Klughafenbrücke durch eine höhere Geschossigkeit stadträumlich betont. Nach Süden fällt der Baukörper in der Höhe ab und wird durch eine verspringende Dachlandschaft durchsetzt. Mit der optischen Verzahnung der zukünftigen Bebauung mit den Bestandsbauten wird das Traveufer aus einem Zusammenspiel zwischen zeitgenössischer und historischer Architektur geprägt. Die Silhouette der Gründerzeitbebauung bleibt damit weiterhin sichtbar.
Die innere Struktur, die sich aus der Konfiguration der Wohneinheiten durch stapelbare Module erschließt, ist äußerlich ablesbar und unterstreicht die skulpturale Wirkung des Baukörpers. Die Struktur basiert auf dem Prinzip der Schottenbauweise mit der Intention allen Wohneinheiten die Qualität des Wasserblickes anzubieten. Die Modulbauweise erlaubt eine hohe Flexibilität und Kombinierbarkeit mit der Absicht individuelle Wohnateliers zu gestalten. Die Stadtseite präsentiert sich mit einer städtisch charakterisierten Lochfassade. Die Betonung der vertikalen Erschließungselemente gliedern den Baukörper visuell in Einzelgebäude auf.
Der Gewerberiegel wird bewusst vom Wohnen separiert mit der Intention eine Distanz zum Wohnen herzustellen. Die Gewerbeeinheiten sind modular nach wirtschaftlichen Bedürfnissen kombinierbar. Durch die Aufteilung der Gewerbenutzung in Einzelbaukörper ist eine zeitliche vom Wohnbau unabhängige Realisierung möglich.
BGF: 6.600 m², 4. Preis
Vor dem Hintergrund der grünen Kulisse des Clarenbachkanals fügt sich das neue Wohngebäude städtebaulich eindeutig in die umgebende Bebauungstypologie des Blockrandes ein und bildet gleichzeitig einen Stadtbaustein von hohem Wiedererkennungs- und Identifikationswert..
Dieser übernimmt sowohl an der Clarenbachstrasse als auch an der Richard-Strauss-Strasse die Anschlusshöhen des Bestandes und entwickelt hieraus sein eigenständiges Volumen.
Zwei Glasfugen, eine im Übergangsbereich zur angrenzenden Wohnbebauung eine weitere als Zäsur im Blockrand gliedern den Baukörper und stellen ihn frei . So ergeben sich zwei Riegel, die eine Fortsetzung der jeweiligen Strassenflucht bilden.
Der sich ergebende Innenhof wird mit einem 3. zweigeschossigen Riegel sensibel verdichtet und bietet introvertierte Wohneinheiten mit einem grünen Gartenhofcharakter.
Zur Kreuzung Clarenbachstrasse Richard-Strauss-Strasse entwickelt sich die im wesentlichen 4-geschossige Raumstruktur punktuell auf 6 Geschosse und bildet hiermit ein Pendant zum 7-geschossigen Hochpunkt zu Beginn der Wohnstrasse. Ein Staffelgeschoss, das in horizontaler Linie und Aufbauhöhe ebenfalls dem Bestand folgt, erzeugt einen eigenen Rhythmus auf dem Baukörper, der in seiner Taktung sowohl mit dem Gebäude selbst, als auch mit der Umgebung korrespondiert.
BGF: 15.500 m², 1. Preis
| Architekturpreis Beton 2006: | Lobende Erwähnung |
| Architekturpreis Zukunft Wohnen 2007: | Preisträger |
| Deutscher Bauherrenpreis 2007: | Lobende Erwähnung |
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BGF Frachtzentrum Nord: 63.000 m² BGF CSC: 10.500 m²
BGF: 3.000 m²
2. Preis
BGF: 90.000 m²
BGF: 5.500 m²
Anerkennung
BGF: 1.500 m²
2. Preis
BGF: 5.500 m²
BGF: 8.500 m²
5. Preis
BGF: 762 m²
Das neue Bürgerbüro Erftstadt befindet sich auf einem exponierten Grundstück unmittelbar an der Stadtmauer, in der Nähe des Bonner Tores im Stadtteil Lechenich. An dieser Schnittstelle, zwischen dem historischen Zentrum und der Ost-West Achse „Bonner Straße“, bildet der Neubau den Schlussstein der straßenbegleitenden Bebauung, bevor man den historischen Stadtkern erreicht. Die Bebauung außerhalb der Stadtmauer, entlang der Bonner Straße, ist geprägt durch eine zwei bis dreigeschossige, traufständige Bebauung aus verschiedenen Jahrzehnten, die zumeist als Wohngebäude genutzt werden - die historischen, geklinkerten Gebäude geben dabei der Straße bis heute ihren Charakter. Die Stadtmauer, mit den umgebenden Wasserflächen und dem Bonner Tor, prägen den Übergang zum historischen Kern.
Konform der vorliegenden Bauleitplanung und dem Bauherrenwunsch nach einer maximalen Ausnutzung des Grundstücks, wird der Neubau als dreigeschossiger kubischer Baukörper vorgeschlagen. Aus diesem Baukörper werden großformatige Volumen herausgeschnitten und somit ein skulptural modellierter Stadtbaustein entwickelt. Durch die Wahl des vor Ort vorherrschenden Materials Ziegelmauerwerk wird die modellhafte Großform des Gebäudes weiter unterstützt.
Die Gebäudekonzeption zielt auf den Einklang zwischen moderner Architektur, behaglichen Räumen und einem modernen, zukunftsweisenden Gesamtkonzept ab.
Dieses interdisziplinäre Gesamtkonzept berücksichtigt die Lage, die kommunale Infrastruktur und das Ziel die Investitions- und Betriebskosten („Zweite Miete“) sowie den Primärenergieaufwand (in einem niedrigen Bereich) zu begrenzen. Im Fokus steht eine möglichst hohe Effizienz im Zusammenspiel zwischen der Architektur, der Gebäudehülle und den technischen Installationen. Hierbei wird das Ziel verfolgt, nicht das „technisch machbare“, sondern das technisch, wirtschaftlich und ökologisch Sinnvolle zu realisieren.
BGF: 4.500 m²
Das Gebiet der neuen Sporthalle und Tennisüberdachung, wird im Nordwesten durch eine anschließende Wohnbebauung begrenzt, im Südosten durch die Erschließungsstraße Meiersheide, über die die gesamte Erschließung erfolgen muss. Die Meiersheide ist bezüglich der Infrastruktur für die Aufnahme des Gebäudes vorbereitet.
Im Süden grenzt, die zurzeit als Parkplatz genutzte Fläche, an den Friedhof an. Im Südosten der Bestand der Schule und im Zufahrtsbereich der Meiersheide einzelne Wohnhäuser. Die Straße liegt auf etwa 95,5 üNN und die Fläche fällt zum Norden hin auf ca. 93,50 üNN.
Die Idee der multifunktionalen Halle ist ein Baukörper, der sich an die vorhandene Topographie anpasst und Bestandteil der umgebenden, hügligen Landschaft wird. In der Umsetzung dieser Leitidee wird die erforderliche Kubatur um eine Etage eingegraben und die Dachlandschaft dem ansteigenden Gelände folgend modelliert. An der Erschließungsstraße Meiersheide öffnet sich der Baukörper, zeigt sein Inneres und signalisiert in der Zugangsachse zur Gesamtschule den Eingang in die Halle. In direkter Nachbarschaft ergänzt die Überdachung der Kunstrasentennisplätze in gleicher Formensprache das geplante Gebäudeensemble.
Es handelt sich bei der neuen Doppelhalle weniger um einen Solitär, als vielmehr um eine markante, in die Landschaft eingebettete Sonderform, die sich mit den gestaffelten Giebeln signifikant als öffentliches Gebäude zeigt.
Die Tennishalle wird als Pendant allseitig mit grünlichen, transparenten Polycarbonatplatten belegt. Große Schiebetore an den Längsseiten unterstützen die Idee eines leichten Wetterschutzes und belassen den Kontakt zu den umgebenden Sportflächen.
Der grünlich leuchtenden Kupfer-Kubus und das transparent schimmernde Polycarbonat-Volumen bilden somit ein Identität prägendes Ensemble im Sportpark „Meiersheide“.
BGF: 77.400 m²
Die Leitidee für den Entwurf ist die Schließung der lärmbelasteten Blockränder und die Platzierung einer urbanen, qualitativ hochwertigen, Wohntypologie im durchgrünten Blockinnenbereich. An der Schnittstelle zur parkähnlichen Umgebung im Westen und Süden bildet eine gestaltete Platzfläche die „Mitte“ des neuen Quartiers.
Der innere Bereich ist komplett von Verkehr freigehalten und Fußgängern und Fahrradfahrern vorbehalten.
Die Topographie des Plangebietes wird durch die einzelnen, real teilbaren Baukörper aufgenommen – der Höhenverlauf von Ost nach West entspricht den abnehmenden Gebäudehöhen und ermöglicht somit eine optimale Besonnung des Quartiers. Die versetzten Baukörper bilden ferner auf Ihren Rückseiten am jeweiligen Ende der Privatgärten Höhenversprünge, die im Zuge der Außenraumgestaltung als Sitzmöglichkeit formuliert werden können. In der Tiefgarage werden Geländeversprünge in den rampenartigen Überfahrten aufgefangen.
Die Höhenentwicklung der neuen Bebauung zeigt im Inneren einen alternierenden rhythmischen Wechsel zwischen hoch und niedrig, wobei die Gebäudehöhe in Richtung Park von fünf Geschossen zu drei Geschossen abnimmt. Die zur kurzen Wegeverbindung eingepflegten „grünen Fugen“ wurden als gestalterisches Mittel einer städtischen Fuge mit ca. sechs Metern bewusst eng gewählt – im Sinne der Abstandflächenregelung sind die Hauszeilen als geschlossene Bebauung zu werten.
An der Nahtstelle zwischen „alt und neu“ ist der gestaltete großen Platz ein nutzbares räumliches Verbindungselement, die “grüne Mitte“. Für die relativ hohe Dichte der Bebauung bietet dieser Freiraum Ausgleich und räumliche Tiefe vor schöner Baumkulisse.
Das landschaftsarchitektonische Konzept stärkt durch das Konzept der grünen fugen zwischen den Hauzeilen, der adressbildenden Plätze und der zentralen Freifläche im Übergang zur Natur, den Charakter des neuen Quartiers.
Zentrales Element ist dabei die Erschließungsachse Ost/West, an denen auch kleine Quartiersplätze liegen. die Wasserachse schafft Atmosphäre und betont dabei die einzelnen Platzbereiche.
Die Stadt Hürth plant im Kontext der Regionale 2010 Agentur und den :Gärten der Technik gemeinsam mit den ansässigen Kooperationspartnern Infraserv Knapsack und RWE Power AG die Profilschärfung und Neuausrichtung des traditionsreichen Industriegebietes Hürth Knapsack. Ansetzend bei der räumlichen und technologischen Nähe von Chemieproduktion und Energiegewinnung, für die der Standort seit seiner Gründung steht, soll für das Projekt :chemergie im Rahmen der Regionale 2010 das technologische Alleinstellungsmerkmal und gleichzeitig das übergeordnete Leitthema einer zukünftigen Entwicklung des Standortes Hürth-Knapsack qualifiziert werden. Gesucht wird ein stimmiges, funktional wie gestalterisch überzeugendes räumliches Konzept, das den Knapsacker Hügel als »Adresse« bekannt macht, den Kompetenzen der renommierten Unternehmen gerecht wird und selbstbewusst auf den Standort aufmerksam macht. Das beinhaltet neben einem Rahmenkonzept unter Berücksichtigung inhaltlicher und didaktischer Schnittstellen und Vorschlägen zur temporären Nutzung von Freiflächen in erster Linie die planerische Konkretisierung zweier Lupenräume, die die Schnittstelle des Standortes mit dem Umland darstellen, sowie der Konzeptionierung der nördlichen Werksgrenze im Sinne einer Membran, die einerseits den Sicherheitsstandards der ansässigen Firmen genügen muss, andererseits einer interessierten Öffentlichkeit Einblicke ermöglichen soll. Daraus ergeben sich die folgenden vier Bearbeitungsschwerpunkte: Rahmenkonzept für den Gesamtstandort, Lupenraum 1 - Eingang Hürth, Lupenraum 2 - Areal im Umfeld des Kühlturmes der RWE Power AG am Kraftwerk Goldenberg und die Entwicklung einer Membran an den nördlichen Werksgrenzen.
BGF: 6.785 m²
Die Besonderheit der Waldgärten ist die inselartige Lage des Grundstückes am Stadtrand von Siegburg, umgeben von Waldflächen.
Die Qualitäten des Grundstücks stärkend, werden die dreigeschossigen Baukörper, auf den bereits versiegelten Flächen, in optimaler Ausrichtung zur Sonne und unter Nutzung der vorhandenen Topografie angeordnet. Der vorhandene Wald wird in die Hofbebauung integriert.
Herzstück der städtebaulichen Konzeption ist ein zentraler Freiraum, der als Mitte der hofartigen Bebauung eine eigene Identität verleiht und aufgrund seines halböffentlichen Charakters den Bewohnern in direkter Umgebung ihrer privaten Wohnungen, Raum für Kommunikation geben wird. Von diesem räumlichen Mittelpunkt ergeben sich attraktive Adressen zu den umliegenden Baukörpern. Durch die bauliche Trennung der Gebäude ist eine Realisierung in mehreren Bauabschnitten möglich.
Die zentrale Zuwegung in den Hof erfolgt entlang des Baukörpers „Am Broichshäuschen“. An dieser Schnittstelle schlagen wir eine gewerbliche Nutzung in Form eines Bäckers oder Kioskes als Quartiersversorgung auch für die umliegende Bebauung vor.
Gläserne Treppenhausfugen strukturieren die Baukörper in maßstäbliche Einheiten und markieren die Eingänge in die einzelnen Gebäude. Alle Wohnungen sind barrierefrei zu erreichen.
Die notwendigen Stellplätze werden im Sinne einer hohen Wirtschaftlichkeit oberirdisch in einem dezentralen Konzept aus Stellplätzen und Carports angeordnet.
Zur öffentlichen Strasse im Osten liegt die Spielfläche in der Waldzunge auf dem Grundstück.
Den Quartierscharakter stärkend, werden die klar gegliederten, zwei- bis dreigeschossigen Fassaden mit einer einheitlichen Materialität aus eingefärbten Feinputz belegt. Den Grundrisslösungen folgend, werden zwei unterschiedliche Fassadentypologien entwickelt. Die Zugangsseite erhält eine Lochfassade mit großformatigen, stark gerahmten Öffnungen die Gartenfassade wird in große Glasfassaden und Freisitze mit verschiebbaren Lamellen aufgelöst.
BGF: 4.800 m²
BGF: 6.650 m², 1. Preis
Das Baufeld 6 ist charakterisiert durch die besondere Lage im Zentrum der Rheinauhafeninsel umgeben von zwei Kranhäusern und dem denkmalgeschützten Gebäude der Halle 12.
Auf Basis des rechtskräftigen Bebauungsplanes wird das vorgesehene Baufeld vollständig ausgenutzt und die Cubatur, im Sinne von Maßstäblichkeit und Darstellung der inneren Nutzungen, als Hafenbaustein von hohem Wiedererkennungs- und Identifikationswert geschaffen.
Zur Mittelachse und dem als Wohngebäude genutzten Denkmal, zeigt sich der Baukörper, strukturiert durch tiefe Einschnitte, als kraftvoller, vierteiliger Rhythmus. Durch die Ausbildung von Arkaden an den jeweiligen Hauszugängen, wird die Grundcubatur in der direkten Wahrnehmung auf Höhe der Benutzerebene weiter einer maßstäblichen Wohnnutzung entsprechend modelliert.
Auf den Giebelseiten bilden großformatige Öffnungen,zusammen mit dem aus den Wandflächen erwachsenden Rahmen, dem „sky frame“, die gewünschte skulpturale Wirkung des Gebäudes. Die Wasser – und Sonnenseite des Hauses kragt ab dem 1. Obergeschoss ca. 1m über die Sockelkante auf die Flucht der benachbarten Kranhäuser aus, öffnet sich vollständig zum Yachthafen, und bildet mit ihrem kraftvollen Rahmen die Verbindung zur Fassade der Ostseite. Das Staffelgeschoss springt allseitig von den aufgehenden Fassadenkanten zurück, ordnet sich dem starken Rahmen unter und wird als logische Konsequenz abweichend materialisiert.
Die Giebelseiten entfalten aufgrund Ihrer skulpturalen Formgebung den Übergang in die großzügig verglaste und vollständig mit Loggien belegte Westfassade. Zur größtmöglichen Wahrung von Privatsphäre wird die Fassade von verschiebbaren Falt-Klappelementen geglättet. Im Erdgeschoss bildet die Verglasung oberhalb des Hochwasserschutzsockels die glatte, transparente Basis der spielerischen Fassade der Regelgeschosse. Die 5. Fassade, das Dach teilt sich in zwei Bereiche – den geschlossenen Bügel, der den Sichtschutz für das Staffelgeschoss gewährt und im Übergang zum Hauptdach die notwendige Technik beinhaltet und eine begrünt gestaltete Dachfläche oberhalb der Wohnflächen des Staffelgeschosses.